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Cover von Bio Magazin Leidet die Lehre an „Long-COVID“?

Leidet die Lehre an „Long-COVID“?

Mit der Lehre soll garantiert werden, dass stetig Nachwuchs in die österreichische Wirtschaft kommt. Experten orten einen Trend hin zur Lehre, dennoch gibt es viele offene Lehrstellen, die nicht besetzt werden können. Wird die Lehre lediglich „schöngeredet“?

Ursache und Wirkung für dieses – auf den ersten Blick – paradoxe Phänomen sind viel­schicht­ig und auch nicht für alle Bundesländer oder Sparten gleichermaßen über einen Kamm zu scheren. Die Analyse der Zahlen und Daten von Arbeitsmarktservice, Wirtschafts­kammer und dem Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft zeigen, dass sich in den letz­ten Jahren die Anzahl an Lehrlingen in Österreich stabil verhält: Im Schnitt gibt es 110.000 Lehrlinge und rund 30.000 Lehrbetriebe. Dazwischen gibt es immer wieder „Highlight“-Meldungen, wie kürzlich vonseiten der Wirtschaftskammer Wien.

 

Zukunftsweisende Kombination. „Wir freuen uns über ein Plus von einem Viertel mehr neuer Lehranfänger im Gewerbe und Handwerk, das beweist, eine Lehre im Handwerk und Gewerbe ist attraktiv, sie bringt top Karriere- und Verdienstchancen“, sagt Maria Smodics-Neumann, Obfrau der Sparte Gewerbe und Handwerk der Wirtschaftskammer Wien (WK Wien). Konkret sind es mit Stichtag 31. Oktober 2023 um 25,8 Prozent mehr Lehranfänger als im Vorjahr, in absoluten Zahlen sind das 328 neue Lehrlinge im ersten Lehrjahr.              

„Bei Installations- und Gebäude­technik, Kfz-Technik, Metalltechnik und Informationstechno­logie gibt es heuer um jeweils rund ein Drittel mehr Lehranfänger als vor einem Jahr. In der Elektro­technik, dem Lehrberuf mit den zweithöchsten Lehrlingszahlen in Wien, beträgt das Plus 18 Prozent, in absoluten Zahlen sind das 203 Lehrlinge“, so Smodics-Neumann. Beachtlich ist auch der Aufwind bei den Spenglerlehrlingen, wo es heuer gleich 23 und damit mehr als doppelt so viele Lehranfänger gibt wie im Vorjahr.  Viele handwerkliche Berufe ha­ben sich technisch enorm weiterentwickelt. Die Kombination von Handwerk und Technik in der Ausbildung und der Weg zur Höherqualifizierung über die Lehre ist eine gute Basis für bessere Karten am Arbeitsmarkt.

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