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Cover von Bio Magazin Die Rückkehr der „Gemeindeschwester“

Die Rückkehr der „Gemeindeschwester“

Prävention ist mehr denn je gefragt, wenn es um Einsparungen im Gesundheitswesen geht. Je kürzer die Wege dazu, desto leichter soll das gelingen. Nahe am Menschen und niederschwellig muss das Angebot daher sein, wenn Vorsorge großgeschrieben wird. „Community Nurses“ sollen helfen.

Die österreichische Bevölkerung hat eine hohe Lebenserwartung, jedoch verbringen die meisten Menschen ihren Ruhestand nicht bei guter Gesundheit. Ein Blick auf die Pflege­geldbezieher zeigt, dass ab einem Alter von 65 Jahren bereits 20 Prozent der   heimi­schen Bevölkerung eine Form von Pflegebedarf haben. Im Vergleich dazu sind es in Schweden nur acht Prozent und das führen Experten auf die dortige niederschwellige Beratung, Information und „aufsuchende Unterstützung“ von diplomiertem Pflegeper­sonal zurück.  Bevor noch ein Arztbesuch ins Haus steht, sollen sie dafür sorgen, dass Menschen zu mehr Bewegung, gesunder Ernährung und mentaler Ausgeglichenheit motiviert werden und damit gar nicht erst als Kranke in das System kommen.

 

Hausbesuche inklusive. Die Idee klingt angesichts der knappen Ressourcen im Ge­sundheitswesen durchaus überzeugend. Jeder Kranke, der vermieden wird, belastet die ohnehin vollen Spitäler nicht, der Druck bei den niedergelassenen Ärzten – der sich etwa durch lange Wartezeiten in den Arztpraxen   abzeichnet – könnte sich entspannen.   Im Rahmen des österreichischen Aufbau- und Resilienzplans (kurz RRF) werden daher seit einigen Jahren österreichweit Pilotprojekte zu „Community Nursing“ umgesetzt, die von der Europäischen Union, NextGenerationEU, finanziert werden.

Internationalen Beispielen folgend sollen sie auf Gemeindeebene „niederschwellig, bedarfsorientiert und bevölkerungsnah“ tätig werden. Das Angebot richtet sich an ältere, zu Hause lebende Menschen mit drohendem oder bestehendem Informations-, Beratungs- oder Pflege-Unterstützungsbedarf sowie an deren pflegende und betreuende Angehörige und Familien.

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