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Cover von Bio Magazin Zwei auf einen Streich

Zwei auf einen Streich

Selbstständig mit geringem Risiko arbeiten und dennoch etwas für die Umwelt tun: zwei Vor­teile, die sich mit einem Nahversorger-Franchisesystem gut verbinden lassen. Ein Blick auf den heimischen Markt zeigt, dass hier noch viel Luft nach oben ist.

Franchisekonzepte sind aus vielen Branchen gut bekannt. Dabei wird von einem Franchise­geber ein bestimmtes Geschäftskonzept, ein Markenname oder ein Produkt zur Nutzung „vermietet“. Der Franchisenehmer betreibt sein Geschäft unter der etablierten Marke und nach den bewährten Geschäftspraktiken des Franchisegebers. Die Vorteile sind leicht erklärt: Was sich an einem Standort oder in einer Region gut bewährt hat, kann so mit relativ gerin­gem Risiko an einen anderen übertragen werden.

Die Bekanntheit und das Kundenvertrauen helfen bei einem raschen Markteintritt. Meist werden Schulungen, Unterstützung und Ressourcen vom Franchisegeber zur Verfügung gestellt, damit das Geschäftskonzept auch wirklich erfolgreich umgesetzt werden kann. Zudem profitieren die „jungen“ Unternehmer oft auch von günstigeren Einkaufskonditionen für Waren und Dienstleistungen.

 

Boxenstopp für Nahversorger. Auch im Bio-Franchising finden sich verschiedene Geschäfts­bereiche, darunter im Lebensmitteleinzelhandel, aber auch Bäckereien oder Restaurants setzen auf das Konzept. Eine Nische, die sich in Österreich erst langsam etabliert, sind unter­schiedliche „Boxen“, die es erlauben, Bio-Produkte auch nach Geschäftsschluss in Selbst­bedienung zu kaufen. Diese Hotspots können einfach betrieben werden: Es braucht einen Standort, der etwa die Größe eines Frachtcontainers hat. Parkplätze oder eine gute öffent­liche Erreichbarkeit – etwa bei Bushaltestellen – sind von Vorteil.

Vom Franchisegeber werden genormte Großraum-„Behälter“ zur Verfügung gestellt, die als kleine, aber feine Geschäftsräumlichkeiten fungieren. Sie haben ein einheitliches Outfit – vom Logo zur Wiedererkennung über die Ausstattung bis hin zum Kassen- und Zutrittssystem kann auf Wunsch alles vorgefertigt übernommen werden. Bestückt werden die Boxen schließlich mit regionalen Bio-Produkten. Die Auswahl und der Produktmix werden häufig dem Franchisenehmer als „Lokalmatador“ überlassen, denn das Ziel ist es, Wege kurz zu halten. Bauern, Kleinstbetriebe und Manufakturen im Umkreis der Bio-Hotspots werden so gefördert und um einen Vertriebskanal reicher.

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