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Cover von Bio Magazin Ein teures, knappes Gut

Ein teures, knappes Gut

Klimafreundlich hergestellter Wasserstoff kann dazu beitragen, die CO2-Emissionen in der Industrie und Teilen des Verkehrs zu reduzieren. Doch die Herstellung ist aufwändig, die Möglichkeiten dazu derzeit gering.

Die Rekordpreise für Kohle, Erdöl und Erdgas sowie die spürbar steigenden Stromkosten haben die Suche nach Alternativen für fossile Energieträger noch einmal befeuert. Als einer der wichtigsten Hoffnungsträger gilt dabei Wasserstoff, der von Experten als einer der Schlüssel zur Energiewende angesehen wird.

Mit Wasserstoff zum Innovationsführer. Auch die österreichische Bundesregierung setzt auf das Gas, das in der Natur nur in gebundener Form als Bestandteil von Wasser und fast allen organischen Verbindungen vorkommt. So wurde im aktuellen Regierungsprogramm eine nationale Wasserstoffstrategie verankert, die wesentlich zum Erreichen der Klimaneutralität bis ins Jahr 2040 beitragen soll. Forschung und Entwicklung grüner Wasserstofftechnologien sollen speziell für den Produktions- und Verkehrsbereich forciert und Österreich damit zur Wasserstoffnation Nummer eins werden. Weiters soll sich die Alpenrepublik dadurch als internationaler Innovationsführer positionieren.

Auch auf der EU-Agenda steht Wasserstoff ganz oben: Im Rahmen ihres „Green Deal“ hat die Kommission Strategien für Wasserstoff und für die Integration des Energiesystems vorgelegt. Bis 2030 sollen insgesamt rund 430 Mrd. Euro in Produktion, Anwendungen, Infrastruktur und Speicherung gefördert fließen und bis zu 140.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Bis 2050 soll das Element mit der Ordnungszahl 1 der EU zufolge dann schließlich in großem Maßstab eingesetzt werden – und zwar in Sektoren, in denen eine Dekarbonisierung durch andere Technologien oder Energieträger schwierig ist.

Diese Strategie hält auch Prof. (FH) Dr. Ing. Markus Preißinger, illwerke vkw Stiftungsprofessor für Energieeffizienz und Leiter Forschungszentrum Energie an der FH Vorarlberg, grundsätzlich für sinnvoll. „Wasserstoff ist kein Allheilmittel, sondern muss sehr gezielt eingesetzt werden“, sagt Preißinger.

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