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Weiße Flecken

Lebenslanges Lernen ist gefragter denn je. Dennoch gibt es bei Aus- und Weiterbildungen – sowohl von Angebots- als auch Nachfrageseite – einige weiße Flecken.

Arbeitsmarktexperten sind sich einig: Im Zuge der Digitalisierung geraten etwa Hilfsberufe immer mehr unter Druck, das Risiko, als Geringqualifizierter arbeitslos zu werden, steigt. Denn die Digitalisierung macht manche Hilfstätigkeiten obsolet, andere Arbeitsvorgänge werden durch die Technik erleichtert. Dafür wiederum sind in der Regel bessere Kenntnisse erforderlich. Lebenslanges Lernen lautet somit die Devise. Eine gute Aus-, aber auch regelmäßige Weiterbildung beziehungsweise Höherqualifizierung, wie etwa das Nachholen der Lehrabschlussprüfung, gilt dem AMS Qualifizierungsbarometer zufolge als wichtige Strategie zur Sicherung von Beschäftigungsfähigkeit.

Fehlende Information. Doch ganz ist die Botschaft noch nicht angekommen. Etwa, wenn es darum geht, den Pflichtschulabschluss nachzuholen. „Da ist die Teilnahme an den Angeboten betreffend noch Luft nach oben“, sagt dazu Roland Löffler, MA, Projektleiter und Handlungsbevollmächtigter der Geschäftsführung des Österreichischen Instituts für Berufsbildungsforschung (Oeibf).

Auch Aus- und Weiterbildungsangebote für spezifische Berufsgruppen bzw. Basisbildungsangebote auf Bundesländerebene könnten für den einen oder anderen Teilnehmer zusätzlich interessant sein. „Ich habe doch manchmal den Eindruck, dass die Angebote zu wenig in der jeweiligen Zielgruppe ankommen. Es stellt sich daher die Frage, ob sie ausreichend beworben werden“, erläutert Löffler. Ebenfalls zu wenig angenommen würden diverse Aufschulungsangebote. Gerade angesichts der Digitalisierung seien diese doch für viele Berufe dringend anzuraten. Löffler zufolge könnte dies zum Teil an der Finanzierbarkeit liegen: „Es gibt zwar zum Teil Förderangebote, aber dennoch ist oft die Frage, ob die Restkosten leistbar sind.“

 

Zeit für Bildung. Ein anderer Punkt sei die Vereinbarkeit der Aufschulungen mit der Arbeitszeit. Diese Frage stellt sich einer Personengruppe übrigens ganz vehement, nämlich Wiedereinsteigerinnen beziehungsweise Frauen mit Betreuungspflichten. „Meist wird bei der zeitlichen Gestaltung der Aus- und Weiterbildungsangebote für sie nicht Rücksicht auf Betreuungspflichten genommen“, weiß Löffler.

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